Vortrag zu Korneuburg im Mittelalter in Korneuburg

Datum: Fr., 06.11.2026, 19:00

Ort: Hauptplatz

Veranstalter: Balloon Events Network

Kategorien: knowledge, culture

Der Museumsverein lädt zum Vortrag von MMag. Dr. Kornelia Holzner-Tobisch vom Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in den großen Sitzungssaal des Rathauses ein. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich. Von der Siedlung zur Stadt Die mittelalterliche Geschichte Korneuburgs war eine „Erfolgsgeschichte“. Der Anfang des 12. Jahrhunderts gegründete, zu Klosterneuburg („Neuburg“) gehörige Handelsplatz jenseits der Donau wurde etwa 100 Jahre später, um 1200, wegen mehrmaliger Überschwemmung landeinwärts verlegt und nicht, wie meistens der Fall, aufgegeben. Die Investition lohnte sich. Etwa 100 Jahre später, um 1300, wurde aus der neuen Siedlung mit Rechteckplatz − bis heute das Zentrum der Stadt – eine selbstständige Stadt („Neuburg markthalben“) mit Stadtmauer und einem Stadtrecht (1311). Donauhandel als Motor Im Spätmittelalter entwickelte sich Korneuburg zu einer überaus finanzkräftigen Donauhandelsstadt. Grundlage war der Salz-, Wein- und Getreidehandel. War das Salz das „weiße Gold“ der Alpen, so war der Wein aus den eigenen Weingärten der Bürgerschaft, meist am Bisamberg, gleichsam „fließendes Kapital“. Die Stadtrichter genossen überregional großes Ansehen und waren an der Seite Wiens auf Landesebene politisch aktiv. Die Ratsbürger hatten weitreichende Handelsbeziehungen in den Norden und Westen und waren Geldgeber von Bischöfen und habsburgischen Fürsten. Spannende Einblicke Die wichtigsten Quellen des städtischen Lebens sind neben Urkunden vor allem die Testamente der Bürgerinnen und Bürger. Sie erzählen nicht nur von Reichtum und Heilsvorsorge, sondern auch von der Sorge um die Kinder in Patchworkfamilien, von Liebesbeziehungen, aber auch heftigen, in der überschaubaren Welt einer Kleinstadt „vor aller Augen“ ausgetragenen Konflikten, von durchaus „unorthodox“ lebenden Frauen und von den vielen Mägden und Knechten der Bürgerhaushalte, die in der Überlieferung sonst kaum Erwähnung finden. Informationen: Veranstalter: Museumsverein Bild: ©Heidi Noelle

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